Mittwoch, 10. April 2013

1. Mai 2013: Kämpft und wehrt euch!

 

 

Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker vereinigt euch!
 
Kämpft und wehrt euch 
 
gegen Ausbeutung und Unterdrückung!


Der 1. Mai ist der Kampftag des internationalen Proletariats. Auf der ganzen Welt strömen wir an diesem Tag auf die Straßen, die Ausgebeuteten und Unterdrückten in allen Ländern. Auf allen Kontinenten hört man unsere Schritte, unsere Lieder und unsere Parolen.
Wir leben unter der Herrschaft des Imperialismus – des letzten, von riesigen, weltweit operierenden Monopolen geprägten Stadiums des Kapitalismus. Der Imperialismus ist ein parasitäres, faulendes und sterbendes System. Nur durch immer mehr Gewaltmittel und immer schärfere Ausbeutung vor allem der unterdrückten Länder wird es aufrecht erhalten. Die Zustände, die es schafft, sind bekannt: Krieg, Armut, Hunger, Umweltzerstörung… Solange der Imperialismus fortbesteht, ist die Welt für die absolute Mehrheit der Menschheit die Hölle!
Die Bemühungen der Imperialisten, ihre Macht zu erhalten sowie ihre Konflikte untereinander werden immer wieder als Aggression gegen die unterdrückten Völker ausgetragen. Aktuell eskaliert die imperialistische Aggression der NATO gegen Syrien. Die Interessen der NATO, die sie mithilfe ihrer Lakaien, der „Freien Syrischen Armee“ und anderer Banditengruppen durchsetzen will, stehen im Widerspruch zu den Interessen Russlands, welches das Assad-Regime unterstützt. Ausgetragen wird der Konflikt auf dem Rücken des syrischen Volkes. In Asien verschärfen sich die Drohgebärden zwischen China und Japan im ostchinesischen Meer. Deutschland beteiligt sich militärisch an den NATO-Aggressionen gegen Syrien und Mali und hat Bundeswehreinheiten in elf weiteren Ländern stationiert. Die Verschärfung der Widersprüche zwischen den Imperialisten führt zwangsläufig zu neuen Kriegen und birgt die Gefahr eines Weltkrieges.
Wir haben keine andere Wahl, als Widerstand gegen das System zu leisten und beharrlich für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu arbeiten. Schauen wir auf die Befreiungskämpfe in Afrika, Asien und Lateinamerika, schauen wir auf die Volkskriege in Indien, Peru, der Türkei/Kurdistan und auf den Philippinen!
Seit der Zuspitzung der Krise 2008 erleben wir auch in Europa, wie die jahrzehntelang erkämpften Rechte der Arbeiterklasse uns in rasantem Tempo entrissen und immer mehr Menschen ins Elend gestürzt werden. In Deutschland helfen Sozialdemokratie und Gewerkschaften schon lange dabei mit, uns unsere Rechte zu nehmen – erinnern wir uns an die „Agenda 2010“ vor 10 Jahren und die faktische Abschaffung des Asylrechts vor 20 Jahren. Sinkende Reallöhne, sich ausweitender Niedrig-lohnsektor – all das gilt als alternativlos im Namen der Standortkonkurrenz.
Mit einer gewissen Zuspitzung der Verhältnisse wächst auch hier der Widerstand. Wir sehen das am Streik bei Neupack in Hamburg-Stellingen - einer der längsten und offensivsten Arbeitskämpfe seit langer Zeit in Hamburg. Die Entschlossenheit der Arbeiterinnen und Arbeiter dort sollte nicht nur dem Krüger-Klan, Justiz und Polizei, sondern auch der Gewerkschaft und anderen Kopfzerbrechen bereiten. Aber die bisher gelungene Abwehr der Krise von Deutschland lässt den Rest Europas in viel radikalerer Weise verarmen. Griechenland und Spanien, wo Selbstmorde aus sozialer Not und Verzweiflung fast täglich geschehen, sind von der Standortverteidigung des deutschen Imperialismus am härtesten getroffen und dort hat sich auch der stärkste Widerstand entwickelt. In beiden Ländern fanden 2012 zehntausende von militanten und anderen Aktionen gegen die Ausbeuter statt.
Unterstützen, verstärken, vervielfältigen wir diese Kämpfe, und führen wir sie immer als Teil des weltweiten Kampfes gegen den Imperialismus! Begreifen wir uns in jedem Arbeitskampf, in jedem Kampf um unsere Rechte als Teil des internationalen Proletariats, schlagen wir dieses verhasste System kaputt! Verbinden wir uns mit den nationalen Befreiungsbewegungen und revolutionären Kämpfen in der Welt, seien wir eins mit ihnen – lassen wir den Imperialisten kein ruhiges Hinterland! Entlarven wir jede imperialistische Aggression! Greifen wir den deutschen Imperialismus an, greifen wir den NATO-Imperialismus an! Deutsche Waffenlieferungen, deutsche Militärinterventionen, deutsche Bundeswehreinsätze in aller Welt müssen verhindert werden! Lassen wir deutsche „Patriot“-Raketen nicht unbehelligt in die Türkei kommen!
Ihr System ist am Ende und kann nur mit nackter Gewalt aufrecht erhalten werden. Wir sehen es auf vieler unserer Demos: der Feind ist hochgerüstet. Seit es in Europa für die Herrschenden ungemütlicher wird, explodieren auch die Mittel für Aufstandsbekämpfung. Dagegen müssen wir uns organisieren - und wir müssen lernen! Lernen aus der Geschichte der Klassenkämpfe, lernen von den kämpfenden Revolutionärinnen und Revolutionären in aller Welt. Wir haben, allen Widrigkeiten zum Trotz, Grund genug, optimistisch in die Zukunft zu schauen! Die Erde wird uns allen gehören oder keinem!
 
Am 1. Mai auf die Straße!
Kommt zum internationalistischen Block auf der DGB-Demonstration!
Beteiligt euch an der revolutionären 1. Mai-Demonstration!

Bündnis gegen Imperialistische Aggression 
April 2013