Donnerstag, 15. Dezember 2016

Das peruanische Volk kämpft und wehrt sich


 
   

In ganz Peru ist das Volk dabei, gegen die Ausbeutung und Unterdrückung durch den Imperialismus und seine Lakaien zu kämpfen. Diese Kämpfe finden in unterschiedlichem Ausmaß und Stärke statt, sind aber allgegenwärtig. Wir geben hier einen kleinen Einblick über die Kämpfe der letzten Wochen.
Im VRAEM(Tal der Flüsse Apurímac, Ene und Mantaro) wurden am 14. Dezember zwei Bullen bei einem Gefecht getötet. Die Reaktion behauptet wie immer, vor allem im VRAEM, dass es sich bei dem Gefecht um eine Konfrontation mit Drogenhändlern gehandelt hätte.
In drei Provinzen in Cusco wurde ein Streik ausgerufen, in einer weiteren Provinz wurde darüber gesprochen dies ebenso zu beginnen.


Dabei wird in den verschiedenen Provinzen aus unterschiedlichen Gründen gestreikt. In Andahuaylas wurde der Streik am 29. November bereits den sechsten Tag abgehalten, wobei dafür gesorgt wurde, dass Geschäfte unterbunden wurden, genau wie der Transport, die Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen blieben. Der Kampf in dieser Region richtet sich gegen Korruption und organisiertes Verbrechen. (In diesem Zusammenhang sei auf eine Zahl aus Ayacucho verwiesen, wo alleine im letzten Jahr 21 Mio Sol (etwa 6 Mio €) durch Korruption im Staatsapparat verschwanden).
In Antabamba wurde am 28. November ein Streik für zwei Tage ausgerufen, wobei die Hauptforderung die Asphaltierung der Straße zur Stadt Santa Rosa ist, was sein 60 Jahren nicht abgeschlossen wird. Der stellvertretende Direktor der Provinz wurde auf einem Esel durch die Stadt getrieben.

In Chincheros wurde ein unbegrenzter Streik ausgerufen. Mehrere umliegende Gemeinden schlossen sich den Streiks dabei an.

In Chimbote in Ancash herrscht seit Monaten ein Kampf um ein Großbauprojekt, Chinecas, worin auch schon mehrere Hundert Hektar besetzt wurden. Momentan sind 308 Hektar besetzt, der Gouverneur der Region, der im Oktober eine Räumung angekündigt hat, erklärte jetzt, dass es schwierig sein wird, die Menschen dort rauszuwerfen, da sie sich gut eingerichtet haben. Jedoch arbeitet die Reaktion dran, diesen Eindruck zu negieren, so haben sie einen Zensus durchgeführt, dem noch zwei weitere folgen sollen, um „herauszufinden“, dass nur 50% der besetzten Zimmer überhaupt belegt sein sollen.

In Huancayo, der Hauptstadt der Region Junín, protestierten am 14. Dezember Angestellte des Gerichts. Bei der Demonstration wurden sie von Bullen angegriffen, führten nach 15minütigem Kampf aber ihre Demonstration fort.

Die Reaktion feiert, dass sich eine Person, die bei Protesten im März dieses Jahres in Tayacaja, Huancavelica gegen die Bullen kämpfte, nach der Ausrufung von einem Kopfgeld von 20.000 Sol (über 5000€) gestellt hat. 

Im ganzen Land streikten seit dem 26. Oktober die Dozenten und Professoren an den Universitäten. Die Reaktion schaffte es diesen Streik nur zu beenden, nachdem sie Gehaltserhöhungen zusagten, die das Land 86Mio Sol (etwa 24mio €) pro Jahr mehr kosten werden. Im Kampf gegen den Streik wurden auch bürgerliche Studentenverbände eingesetzt, die forderten, dass der Streik beendet werden muss, damit sie ihr Semester beginnen können.

Zusätzlich wurde in 14 Regionen für zwei Monate der Notstand wegen Wassermangels ausgerufen. Die Regionen sind Apurimac, Ancash, Ayacucho, Cajamarca, Cusco, Huancavelica, Ica, Junín, Lambayeque, La Libertad, Pasco, Piura, Puno, Tacna und Tumbes. In diesem Zeitraum will die Reaktion mit der Begründung, dies für Wasserressourcen zu benötigen, die Durchführung von Arbeiten befehlen dürfen.